ÉTUDE 12: ENTRELACS

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ZUR INTERPRETATION
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Quellenübersicht zu Étude Nr. 12: Entrelacs

Die Funktion „Ligetis Anmerkungen‟ ermöglicht, Korrekturen, Ergänzungen und Erläuterungen des Komponisten in der interaktiven Partitur aufzurufen, die nicht in der gedruckten Partitur enthalten sind. Die kritische Online-Edition, die von Pierre-Laurent Aimard und Tobias Bleek erarbeitet wurde, berücksichtigt folgende Quellen:

Pierre-Laurent Aimard über Ligetis Interpretationshinweise

1. Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Hinweise und Erläuterungen des Komponisten, die von Pierre-Laurent Aimard während gemeinsamer Arbeitssitzungen aufgezeichnet und für die vorliegende interaktive Partitur kritisch aufgearbeitet wurden. Mehr über die Zusammenarbeit zwischen Ligeti und Aimard und den Status der aufgezeichneten Interpretationshinweise erfahren Sie im beigefügten Video sowie in der Rubik „Ligeti spielen‟ auf dieser Website.

Erste Seite der autographen Reinschrift von Entrelacs (Sammlung György Ligeti der Paul Sacher Stiftung Basel)

2. Autographe Reinschrift

Revidierte Fassung der Reinschrift, die als Druckvorlage diente und sich heute in der Paul Sacher Stiftung Basel befindet.

3. Kopie der autographen Reinschrift

Kopie der autographen Reinschrift mit Annotationen des Komponisten (Sammlung György Ligeti der Paul Sacher Stiftung Basel)

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Allgemeine Erläuterungen zum Charakter und Vortrag des ersten Formteils

„das Ganze niemals zu laut und direkt‟

„poetisch-melodisch‟

„unschuldig‟

„Komplexität der Schichten‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Abweichende Metronomangaben

„Viertel = 96, dann 104‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard


„Viertel = 104‟

Quelle: Kopie der autographen Reinschrift mit Annotationen des Komponisten (Paul Sacher Stiftung Basel)

Hinweis zum Vortrag

„Die miteinander verwobenen diatonischen Schichten unterschiedlich färben; niemals vollständig mischen.‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Druckfehler in Erstausgabe

György Ligeti: Étude 12, Takt 10, r. Hd., Anfang

Quellen für die korrekte Version: autographe Reinschrift, Kopie der autographen Reinschrift mit Annotationen des Komponisten sowie Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard.

Hinweis zum Vortrag

„der Hintergrund stets sehr leise‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Hinweis zum Vortrag

„eine kapriziöse Szene‟

„eine lebhafte Melodie – jede Gruppe wie eine Einheit für sich‟

„die rechte Hand mit sehr viel Phantasie gesprochen‟

„stotternd‟

„f (mf) lyrisch‟

„mit kleinen crescendi/decrescendi‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Hinweis zum Vortrag

„durchgehende Sechzehntel sehr leise‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Hinweis zum Vortrag

„die ‚tenuto′-Linien herausheben‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Hinweis zum Vortrag

„die ‚tenuto′-Linien herausheben‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Hinweis zum Vortrag

„sehr kapriziös (eigenwillig) und wütend‟

„frei‟

„ein bisschen verrückt‟

„die Sechzehntel-Gruppen störrisch‟

„die Verschiebungen mit den Achteln der linken Hand herausholen oder spürbar machen‟

„den Akzenten und kleinen cresc./decresc. ein inneres Leben geben‟

„rechte Hand lauter als die linke‟

linke Hand: „nicht zu laut, aber gut akzentuiert‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Hinweis zum Vortrag

rechte Hand: „erklären – (aber vergeblich)‟ – „es gelingt nicht wirklich, es auszusprechen‟

Quelle: Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard

Druckfehler in Erstausgabe

György Ligeti: Étude 12, Takt 81, l. Hd., 9.-12. Sechzehntel

Quellen für die korrekte Version: autographe Reinschrift, Kopie der autographen Reinschrift mit Annotationen des Komponisten sowie Aufzeichnungen von Pierre-Laurent Aimard.

Kontexte

Ein neurowissenschaftlicher Blick auf Ligetis Klaviermusik

Eckart Altenmüller – Musikermediziner und Neurowissenschaftler – spricht über die Frage, was im Gehirn eines Pianisten vorgeht, wenn er eine Ligeti-Etüde spielt.

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